Bildraum 01
16. Juni 2016 bis 29. Juli 2016

RESERVOIR

Lachlan LOX Blair, Angélica Castelló, Regina Hügli, Barbara Anna Husar, Svenja Plaas, Daniel Spoerri & Yonghui Yi

Bildraum 01 | Wien 1, Strauchgasse 2
Öffnungszeiten: Di-Fr, 13-18 Uhr 

Ein interdisziplinäres Kunstprojekt von Regina Hügli mit Beiträgen  

in Part 1 von: 
Lachlan LOX Blair, Regina Hügli, Barbara Anna Husar, Daniel Spoerri, 
Yonghui Yi
 

in Part 2 von: 
Angélica Castelló, Barbara Anna Husar, Svenja Plaas, Daniel Spoerri 

Eröffnung Part 1:  
Mittwoch, 15. Juni 2016, 19 Uhr | Präsentation Projektpublikation 
Begrüßung: 
Mag. Günter Schönberger, Bildrecht 
Zur Ausstellung:  
Univ. Prof. Wolfgang Müller-Funk, Kulturphilosoph, Essayist und Literaturtheoretiker 
 
Eröffnung Part 2: 
Mittwoch, 06. Juli 2016, 19 Uhr | Performance von Beate Minkowitsch & Maiki: "Cognition Vessels" 

Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung:
Donnerstag, 30. Juni  2016, 19 Uhr | Podiumsgespräch - eine interdisziplinäre Annäherung. Surfe ich auf dem Datenstrom meiner Vorfahren?
Künstlerinnen des Projektes und VertreterInnen der Wissenschaften im Gespräch über die Ressource Information in den Betrachtungsfeldern Wasser und Erinnerung.

Mittwoch, 13. Juli 2016, 19 Uhr | Sound und Text Performance
Depicting transformation / Zustandsbeschreibungen
Verena Dürr, interdisziplinäre Autorin & Musikerin
Stefan Fraunberger, sound-performer, sonic-linguist & composer working

 
Das Kunstprojekt RESERVOIR, entwickelt und kuratiert von der Schweizer Künstlerin Regina Hügli, untersucht zwei zentrale Ressourcen des menschlichen Lebens: WASSER und ERINNERUNG. Im Rahmen einer 2-teiligen Ausstellung mit multimedialen Beiträgen von sechs jungen internationalen KünstlerInnen, sowie einem Beitrag von Daniel Spoerri wird das Projekt RESERVOIR im Bildraum 01 präsentiert.    

Wasser ist die Grundlage unseres Lebens - Erinnerung die Basis unserer persönlichen und gesellschaftlichen Identität. Beide Substanzen sind elementar für uns und zeigen ein ähnliches Verhalten: sie sind dynamisch, wandelbar, flüchtig - und entziehen sich unserer Kontrolle. Unser Umgang mit den beiden Ressourcen ist von aktueller gesellschaftlicher Brisanz: sauberes Trinkwasser ist weltweit knapper werdende Lebensgrundlage; Wasser auf physikalischer Ebene eine rätselhafte, in vielen Teilen noch unerforschte Substanz. Identitätsstiftende Prozesse der Erinnerung verändern sich durch weltweite Migration und Vernetzung, das krankheitsbedingte Vergessen, die Demenz, ist Thema in Gesellschaften mit steigender Lebenserwartung.  

In der Ausstellung RESERVOIR werden die im Raum stehenden Fragestellungen aufgearbeitet: Wie fluid ist unsere Erinnerung? Wie verändert sich das Selbstbild, wenn Erinnerung verloren geht? Wasser transportiert elektrische Impulse, Mineralstoffe, Schadstoffe - Information –inwiefern hat Wasser Erinnerung? Die künstlerischen Ansätzen werden um Beiträge aus den Fachbereichen der Kunstgeschichte, Kommunikationswissenschaften, Psychologie, Neurologie, Physik und Hydrologie textlich ergänzt. Begleitend zur Ausstellung erscheint eine *Projektpublikation, die bei der Eröffnung im Bildraum 01 vorgestellt wird. 

*WissenschafterInnen im Interview: 
Dr. Brigitte Borchhardt-Birbaumer (Kunsthistorikerin, Kuratoriumsmitglied Kunsthistorisches Museum Wien), Prof. Dr. Douwe Draaisma (Institut für Psychologiegeschichte, Groningen NL), Prof. Dr. Gerit Götzenbrucker (Institut für Kommunikationswissenschaften, Universität Wien), Prof. Dr. Hans-Peter Nachtnebel (Institut für Hydrologie, BOKU Wien), Prof. Dr. Gerald Pollack (Institut für Physik, Universität Washington DC), Dr. Elisabeth Stögmann (Neurologin, Demenzforschung Wien) 

Dauer der Ausstellung: 16. Juni - 29. Juli 2016  

Fortführende Informationen zum Kunstprojekt finden Sie unter: 
http://www.reginahuegli.com/reservoir/  
https://www.facebook.com/RESERVOIRPROJEKT/?fref=ts  

 

Biografien der mitwirkenden KünstlerInnen:

Lachlan Lox Blair * 1967, AUS | Fotograf
In den Fotoarbeiten des australischen Fotografen Lachlan Lox Blair ist das Thema Natur und Landschaft kontinuierlich präsent. Seit 2000 lebt und arbeitet er in Österreich, und hat sich in der künstlerischen Fotoszene Europas mit experimentellen Fotoarbeiten einen Namen gemacht. Seine Werke überzeugen fernab der digitalen Massenproduktion, dort, wo die Fotografie zum Unikat wird. Zahlreiche Auszeichnungen (ACT Professional Photographer of the Year, AUS 1996) und Einzelausstellungen (u. a. im Stift Melk), Gruppenausstellung u. a. im Belvedere, Wien; Ankauf für die Landessammlung NÖ.
www.loxpix.com

Angélica Castelló  *1972, MEX / A | Komponistin und Klangkünstlerin
Angélica Castelló studierte am Conservatorio Nacional de México, an der Université de Montréal, am Conservatorium van Amsterdam am Konservatorium der Stadt Wien und am Institut für Elektroakustische und Computer Musik der Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien. Ihre Arbeit kreist um Fragilität, Traumwelten und das Unterbewußte. Sie ist als Solistin und in verschiedenen Kooperationen überall zwischen Mexico City und Wien präsent. Zahlreiche Kompositionen für Ensembles, Radioarbeiten und Installationen am Schnittpunkt von Musik, Performance und visuellen Künsten. Veröffentlichungen u.a. bei Interstellar records, Mikroton recordings, Monotype records, Mosz etc.
http://castello.klingt.org

Regina Hügli *1975, CH / GB | Fotografin
Regina Hügli studierte Kunstgeschichte und Religionswissenschaften an der Universität Zürich, sowie Fotografie an der Zürcher Hochschule der Künste. Sie ist als freischaffende Fotografin im angewandten und künstlerischen Bereich in Österreich, Deutschland, Schweiz und Türkei tätig, seit 2008 wohnt sie mit ihrer Familie in Wien. Fotografie, das Zeichnen mit Licht, wird von Regina Hügli sehr bewusst und oft experimentell verwendet. Sie arbeitet gerne ortsspezifisch, begleitendes Kernthema ist die Erforschung von Zeit im fotografischen Bild. Portraits, die Begegnung, ist zweiter starker Fokus ihrer Arbeit. Als Projektleiterin und Kuratorin ist sie mit RESERVOIR das erste Mal tätig geworden.
www.reginahuegli.com

Barbara Anna Husar * 1975, A | Bildende Künstlerin, Performerin, Regisseurin
Barbara Anna Husar studierte an der Universität für Angewandte Kunst in Wien, an der Gerrit Rietveld Academy in Amsterdam, erhielt das österreichische Staatsstipendium und ist Hubert Berchtold Preisträgerin. In Peking, Shanghai, Berlin und Bilbao war sie u.a. Artist in Residence. Soloausstellungen im Naturhistorischen Museum in Wien, Schloss Amberg Feldkirch (A), Flughafen Altenrhein (CH), Kunstraum Engländerbau (FL), Kunstverein Ulm (D), stageBACK Shanghai (CHN), GoDownArtCenter Nairobi (KE). Die Künstlerin ist u.a. Ziegenhirtin in der Wüste Sinai und hat viele Jahre von den Beduinen die Nomadenkultur gelernt. Unendlichkeit und Vernetzung sowie die Suche nach Verbindungslinien prägen ihre Kernthemen. Aus den Nabelschnüren ihrer Ziegenherde hat sie ihr vorläufiges Hauptwerk verbunden: eine Hängematte. 
www.husar.tk

Svenja Plaas *1980, CH | freie Ilustratorin, Grafikerin, Cutterin
Svenja Plaas studierte an der Zürcher Hochschule der Künste (im Bereich) Grafik, bereiste anschliessend die Welt und betätigte sich in den unterschiedlichsten Berufsfeldern. Seit 2009 lebt sie in Wien, wo sie an der Filmakademie Schnitt studiert hat. Zur Zeit arbeitet sie hauptsächlich als Illustratorin und Cutterin und pendelt zwischen Wien und Zürich. Sie ist an freien Projekten und Ausstellungen im In- und Ausland beteiligt.
www.svenjaplaas.ch

Yonghui Yi * 1969, CHN / A | Malerin, Taijiquan-Lehrerin
Yonghui Yi besuchte die Kunstschule und die Hochschule für Malerei und angewandte Kunst in Jinan, China, sowie die Hochschule für angewandte Kunst und die Akademie der bildenden Künste in Wien. Sie absolvierte die Meisterklasse für Ölmalerei bei Prof. Hutter und Prof. Hundertwasser, und schloss 1996 das Studium ab. Sie arbeitet als Künstlerin und Lehrerin. Fokus: Neue Ausdrucksmethoden mit traditionellen Materialien der chinesischen Tuschemalerei, die Verbindung von Philosophie mit chinesischer traditionellen Mal- und Kampfkunst. „Ich bin glücklich, den Pinsel nie verlassen zu haben, denn verstehe immer genauer, dass es nichts Besseres gibt, als der Natur zu folgen.“
www.yi-kunst.com

 

Das Ausstellungsprojekt RESERVOIR wurde von der MA7 Stadt Wien und dem Bundeskanzleramt, Sektion Kunst und Kultur, gefördert.  
Mit freundlicher Unterstützung von IDEA Society.  

 

Fotocredits:
REGINA HÜGLI, "Freeze", 2014, Videostill (Detail)| © Bildrecht, Wien 2016.
BARBARA ANNA HUSAR, "Celestial Bodies II", Öl und Sand auf PVC, 2011/13 (Detail) | Foto: Elmar Bertsch | © Bildrecht, Wien 2016.

 

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