Bildraum 07
30. Januar 2018 bis 01. März 2018

SOPHIE DVOŘÁK 

The unlikely collision of generally uncoordinated vectors

 

Bildraum 07 | Burggasse 7-9, Wien 7
Öffnungszeiten: Di-Fr: 13-18 Uhr

Eröffnung: Dienstag, 30. Jänner, 19 Uhr

Begrüßung: 
Günter Schönberger, Bildrecht
Eröffnung: 
Nina Schedlmayer, Kunstkritikerin

Das Archiv und die Sammlung sind wiederkehrende Elemente der künstlerischen Arbeit von Sophie Dvořák. Seit ihrem Studium an der Akademie der bildenden Künste arbeitet Dvořák methodisch in unterschiedlichen Medien, auf und mit Papier in Form von Zeichnung und Collage und sucht zuletzt vermehrt dreidimensionale Lösungen. Subjektive Rechercheprozesse und eine Auseinandersetzung mit der Herstellung von System- und Ordnungsprinzipien bilden die Basis ihrer Arbeitsweise.

Dvořáks Werke begegnen den Betrachtenden als abstrakt-fiktive Abbildungen von Welt(en), als Interpretationen von Geschichte und Ereignissen. Im Bildraum 07 thematisiert Sophie Dvořák die Erfassung von Räumen, untersucht zeitliche Vorgänge und die daraus ablesbaren Spuren. Den Ausgangspunkt für die Ausstellung bilden die Eindrücke, die Dvořák während ihrer Residency auf der unbewohnten, ehemaligen Militärinsel Örö im baltischen Meer gesammelt hat. Besonders faszinierten die Künstlerin die auffälligen Gesteinsformationen, die Bunker und betonierten Anlagen, die über die finnische Festungsinsel verstreut sind.

Ihren Betrachtungen zu den formalen Aspekten der Fläche, des Gebauten und des Geometrischen stellt Dvořák organische und natürliche Strukturen gegenüber. Diese Divergenz nachzuempfinden ist Ausgangspunkt ihrer fragilen Gipsarbeiten. Die blassen Flachreliefs und ihre gesammelten Fundstücke, die wiederum zu Analogien zusammengestellt präsentiert werden, zeugen von Dvořáks Überlegungen über die Verzahnung von Zeit in Alterungs- und Veränderungsprozessen.

Im Vordergrund steht für Sophie Dvořák der Versuch, die Komplexität der Welt zu verhandeln, nicht bloß im analytischen und ordnenden Sinne, sondern mit einem künstlerischen, bisweilen verspielten Ansatz. Die Künstlerin will keine Antworten nahelegen, sondern neue Blickwinkel öffnen. So verwandeln sich ihre Objekte in den Augen der BetrachterInnen zu unterschiedlichsten Landschafts,- oder Raumformationen, zu Archipelen, Gebirgsmassiven, oder Landzungen. Ihre Arbeiten öffnen einen poetischen Erzählraum, in dem scheinbar Nebensächliches bedeutend wird.

Ausstellungsdauer: 31. Jänner – 1. März 2018

Mehr Informationen auf der Homepage von Sophie Dvořák

ÜBER DIE KÜNSTLERIN
Sophie Dvořák
*1978 in Wien. Lebt und arbeitet in Wien

AUSBILDUNG
2004–2008 Akademie der bildenden Künste Wien; Glasgow School of Art, UK
2004/05 Schule für künstlerische Photographie, Friedl Kubelka, Wien

EINZELAUSSTELLUNGEN (in Auswahl)
2017 Trac[k]ing, das T/abor, Wien, A; Tape ain‘t gonna fix it, duo-show mit  Delphine Pouillé (F), basement, Wien;
2015 Mechanics&Mapping, Darger HQ, Lincoln, US;
2014 Aa–Zy, Von der Poetik des enzyklopädischen Bildes, MUSA, Wien;
2013 Falling Off the Grid – Archeology of the Future, UbikSpace, Wien;
2011 Of Other Spaces, Enjoy the Crisis, Enschede, NL;
2010 Sophie Dvořák-Graphische Arbeiten, Galerie Hartmann, Wien

GRUPPENAUSSTELLUNGEN (in Auswahl)
2017 map, mind, memory, Kunsthalle Kempten (D); ba ≠ b+a | 10 Jahre MUSA, Wien; STRATIFIED. Fragmentierte Welt(en), das weisse haus, Wien;
2016 Sympathische Korrelationen, Kunstraum am Schauplatz, Wien; Stadt~Land, Galerie3, Klagenfurt;
2015 Multiplikation und Reduktion, Galerie im Traklhaus, Saluzburg; Das Als-Ob Prinzip, Magazin4, Bregenz; Import/Export, im Rahmen von Offspace/Onspace, mo.ë, Wien und Essl Museum, Klosterneuburg; 
2014 Sophie Dvořák & Doris Moser, Massolith, Budapest, HU; Inattentional Blindness, Galeri Zilberman, Istanbul, TK;
2013 Schritt für Schritt. erproben · einüben · auftreten · wiederholen, Galerie 5020, Salzburg; Brain One and Two go for a Walk, CIAT, Berlin, D; La 9e Biennale Internationale de Gravure Contemporaine, Museum of Fine Arts Liège, BE;
2012 Transmigration/Oriental Cercle, Chinesisch-Österreichisches Austauschprogramm 2000-2012; Art Exhibition Hall/ SWJTU, Chengdu, CHN; Young Art on Paper, Xhibit, Akademie der bildenden Künste, Wien; Nicht nur ein Bild, sondern eine ganze Welt, Kunstraum NOE, Wien;
2011 Platte X, mo.ë, Wien; 
2010 Anonyme Zeichner-Archiv, Uferhallen, Berlin; Synchronisation, Galerie Hartmann, Wien;
2009 LISTE09 The Young Art Fair, Basel, CH; Tombolare, Udk Berlin, D; 
2008 Night of 1.000 Drawings, Artists Space, New York, US; Anonymous Drawings 9, Berlin, D; XV. Internationale Grafik Triennale, Frechen, D; Diplomarbeiten, Akademie der bildenden Künste, Wien; Kapital – Körper – Konventionen, forumschlosswolkersdorf, Wolkersdorf.

PREISE & STIPENDIEN (in Auswahl)
2017 Artist Residency Örö, FI; 2016 Förderungspreis d. Stadt Wien; Artist in Residence, Swatch Art Hotel, Shanghai, CHN; 2014 Studienaufenthalt, Budapest Galeria, Budapest, HU; 2013 StartStipendium Bildende Kunst; bm:ukk; 2012 Theodor-Körner Förderpreis; 2011 Auslandsatelierstipendium des bm:ukk, Chengdu, CHN; Atelierstipendium ARE, Enschede, NL; 2010 Artist in Residence, Ateljé Stundars, Vaasa, FI; 2008 1.Preis XV Internationale Grafik Triennale, Frechen, D.

Fotocredits:
SOPHIE DVOŘÁK, O.T., 2017; Gips, Papier, 24x16,5cm (Detail)  | © Bildrecht, Wien 2018;
SOPHIE DVOŘÁK, O.T., 2017; Gips, Papier, 90x70cm (Detail) | © Bildrecht, Wien 2018;
SOPHIE DVOŘÁK, Ausstellungsansicht, Bildraum 07, 2018 | Foto: S. Dvořák| © Bildrecht, Wien 2018

Ausstellungsvorschau

09. März 2018 bis 22. März 2018
TRICKY WOMEN 2018
MOÏA JOBIN-PARÉ | MICHELLE & URI KRANOT

Ausstellungsarchiv

18. Oktober 2017 bis 02. November 2017
NIVES KAVURIĆ-KURTOVIĆ
Sammlung Alfred Brogyányi
14. Dezember 2017 bis 24. Januar 2018
STEFAN KREUZER
sometimes, almost, always