Geschichte

Die Geschichte der Bildrecht

Mit dem Gründungsjahr 1977 blickt die Bildrecht auf eine relativ kurze, aber dennoch bewegte Geschichte zurück. 

Der Grundgedanke

Anstoß für die Entstehung von Verwertungsgesellschaften lieferte die bereits in den Dogmen der Aufklärung verhaftete Forderung nach dem Schutz des geistigen Eigentums. So prägten die Kinder der französischen Revolution den Begriff  ‚propriété littéraire et artistique’, der als solcher in das Revolutionsgesetz von 1793 einging.
Langsam fasste dieses Gedankengut auch im deutschsprachigen Raum Fuß. Allerdings sollten noch rund hundertfünfzig Jahre vergehen bis in Österreich die erste Verwertungsgesellschaft, jene der Autoren, Komponisten und Musikverleger, kurz AKM, ins Leben gerufen wurde. 

Erste Schritte   

Dem Vorbild der Musikschaffenden und Literaten folgend, wollten Mitte der Siebziger Jahre auch bildende Künstler und Künstlerinnen ihre Urheberrechte durchgesetzt wissen. Dies geschah mit der Gründung eines gemeinnützigen und überparteilichen Vereins, der VBK, der von Wien ausgehend bald seine Tätigkeit auf ganz Österreich erstreckte. Hinzu kamen in den Folgejahren FotografInnen, DesignerInnen und KarikaturistInnen, die eine eigene Berufsgruppe innerhalb der VBK gründeten.
In den ersten fünf Jahren traten bereits 300 Kunstschaffende dem Verein bei und das Netz aus Partnerschaften mit internationalen Urheberrechtsgesellschaften verdichtete sich zusehend. 

Kritische Zeiten

Mit der Einführung der Ausstellungsvergütung im Jahr 1997 setzte für die VBK und ihre Mitglieder eine kritische Phase ein. Per Gesetz hatte ab diesem Zeitpunkt jeder Aussteller Abgaben zu leisten, sobald er Werke eines VBK Mitglieds ausstellte. Der Kunsthandel leistete hierauf Widerstand und erhöhte den Druck auf die Kunstschaffenden. Einzelne GaleristInnen meinten, die Werke jener KünstlerInnen nicht mehr zeigen zu wollen, die Abgaben aus der Ausstellungsvergütung über die VBK beziehen. So stieg im Jahr 1997 die Austrittsquote aus der VBK auf das Fünffache an.  Mit der Abschaffung des Gesetzes wenige Jahre darauf kam es zu Wiedereintritten, jedoch blieben der VBK einige Mitglieder für immer verloren.
Mit der Einführung des Folgerechts im Jahr 2006, das wiederum Abgaben von Seiten des Kunsthandels einfordert, kam es erneut zu Spannungen.

Neue Wege

So ist es zum zentralen Anliegen der Wahrnehmungsgesellschaft geworden die aus diesen Zeiten resultierenden Unsicherheiten auf Seiten des Kunsthandels und der Kunstschaffenden durch verstärkte Aufklärungsarbeit zu beseitigen. 2010 fand die VBK in Mag. Günter Schönberger einen neuen Geschäftsführer, der eine enge Zusammenarbeit mit den VertreterInnen des Kunsthandels und mit Kulturinstitutionen betreibt.
Anfang September 2013 kam es zur Umbenennung der VBK in Bildrecht und mit ihr zur Öffnung der Institution, zur Straffung der Organisationsstruktur und zur Modernisierung der Ausstellungsflächen. Im kulturpolitischen Diskurs setzt sich die Bildrecht seitdem konsequent für einen respektvollen und fairen Umgang mit geistigem Eigentum ein und bekräftigt in der öffentlichen Diskussion die Forderung der Vergütung von multifunktionalen Speichermedien.

Engagierte Kunstvermittlung

Die Neuausrichtung mit der Öffnung nach außen, dem Schulterschluss mit der Kunstszene und mit der Verbesserung der Beratungs- und Serviceleistungen für Künstlerinnen und Künstler und Nutzerinstitutionen setzt die Bildrecht laufend fort. Neben ihrer Tätigkeit in Lizenzierungs- und Rechtsfragen, versteht sie sich als gemeinnütziges Organ, um die Öffentlichkeit für kulturrelevante Themen zu sensibilisieren und die öffentliche Wahrnehmung von Kunstschaffenden in den Bereichen von bildender Kunst, Fotografie, Choreografie, Architektur und Design zu forcieren. 
2013 und 2015 wurden daher zwei zusätzliche Ausstellungsflächen, der Bildraum 07 und der Bildraum Bodensee, als repräsentative Plattformen für eine zunehmende Zahl an KünstlerInnen unterschiedlicher Genres eröffnet. 

Pulsierende Kunsträume

In Wien, unweit des Museumsquartiers und direkt im Herzen der Inneren Stadt, und neuerdings auch in Bregenz, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Kunsthaus und vorarlberg museum, bieten die drei modernen Ausstellungsflächen Bildraum 01 | 07 | Bodensee für Kunstschaffende beste Voraussetzungen, um sich in der Kulturlandschaft zu positionieren. 
Ein Cross-over von verschiedenen Kunstgenres und Künstlergenerationen führt hier Publikum, Galeristen/Sammler, Museumsfachleute und KuratorInnen in einem inspirierenden Rahmen zusammen. Wechselnde Ausstellungen und Kooperationen mit nationalen und internationalen Kultureinrichtungen, Galerien, Tanz-, Architektur- und Designfestivals garantieren in ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm.

 

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Bildraum 01 | 07 | Bodensee