Für die weltweite Anerkennung des Folgerechts

Petition
03. Oktober 2013

Das Folgerecht ist ein grundlegendes Recht der UrheberInnen der bildenden Kunst und Fotografie. 

Es besteht darin, dass bei jedem Weiterverkauf, sei es in einer Auktion oder Galerie, dem Urheber, der Urheberin, ein kleiner Prozentsatz des Kaufpreises gezahlt wird. Die Besonderheit der bildenden KünstlerInnen ist, dass ihre Haupteinnahmequelle der Verkauf ihrer Originalwerke ist. Während Auktionshäuser und Galerien für den Verkauf der Werke  Provisionen erheben, wäre es paradox, wenn die Künstler nicht an den Einnahmen aus dem Verkauf ihrer Werke auf dem Kunstmarkt beteiligt würden.

Aus diesem Grund wurde das Folgerecht geschaffen, das übrigens nicht auf Erstverkäufe anwendbar ist und daher nicht auf jene Galerien, die KünstlerInnen fördern. Darüberhinaus stellt es ein Gleichgewicht zu den Urhebern anderer kreativer Bereiche her (KomponistInnen, DrehbuchautorInnen und SchriftstellerInnen, ...) deren Reproduktions- und öffentliche Wiedergaberechte nicht mit den Rechten der bildenden KünstlerInnen vergleichbar sind.

Anerkannt in mehr als 65 Ländern (nicht nur in den 28 Mitgliedsländern der Europäischen Union, sondern auch in Australien, Brasilien, Russland, Mexiko, Tunesien, Senegal, ... ) ist es leider kein zwingendes Recht nach dem Internationalen Berner Übereinkommens zum Urheberrecht.

In einer globalisierten Welt sollten die KünstlerInnen die gleichen Rechte genießen, unabhängig von ihrer Herkunft und davon, wo die Werke verkauft werden, sei es in London, Paris, New York oder Hong Kong. Auch die Vereinigten Staaten und China, die beiden ersten Kunstmärkte weltweit, haben Gesetzgebungsverfahren begonnen, um das Folgerecht anzuerkennen. 

Auch Kanada befasst sich mit seiner Einführung. Bei der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO), werden die Stimmen lauter, die fordern, dass die Berner Konvention das Folgerecht zwingend vorschreibt.

Die bildenden KünstlerInnen und FotografInnen aus allen fünf Kontinenten müssen berechtigt sein, an dem Einkommen, das mit dem Wiederverkauf ihrer Werke erwirtschaftet wird, teilzuhaben; und zwar an erster Stelle die KünstlerInnen aus Schwellenländern, deren Werke zu niedrigen Preisen gekauft und dann mit deutlichen Gewinnen auf den Kunstmärkte der westlichen Länder weiterverkauft werden.

Unterstützen Sie mit Ihrer Unterschrift die Initiative jener Länder, die das Folgerecht anerkennen; fordern Sie die Gleichstellung von KünstlerInnen aus der ganzen Welt und dass das Folgerecht unter der Schirmherrschaft der WIPO, ein universelles Recht wird.

Ihre Zustimmung können Sie unter folgendem Link abgeben:

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