GEORG LEBZELTER & NATALIA WEISS | ERÖFFNUNG | 31. März | Bildraum 01

GEORG LEBZELTER & NATALIA WEISS | Vorliebe für Schraffiertes
01. April 2016 bis 06. Mai 2016

Bildraum 01 | Wien 1, Strauchgasse 2
Öffnungszeiten: Mo-Fr, 13-18 Uhr 

Eröffnung: Donnerstag, 31. März 2016, 19 Uhr

Begrüßung: 
Mag. Günter Schönberger, Bildrecht
Zur Ausstellung:
Dr. Sergius Kodera, Prorektor und Dekan Fakultät Gestaltung
New Design University St.Pölten

Lesung: 28. April 2016, 18 Uhr
Kaspar Locher liest aus Texten u.a. von Oskar Pastior

Georg Lebzelter und Natalia Weiss schöpfen in ihrer Ausstellung im Bildraum 01 aus den vielseitigen Möglichkeiten der Grafik. In Montagen und Samplings werden unter Anwendung von druckgraphischen Elementen diskontinuierliche und assoziative Eindrücke erzeugt. Das Leporello „los machen“, mit Siebdrucken und Radierungen zu einem Gedicht von Oskar Pastior, bildet die Grundlage für das freie Aneinanderreihen von Illustrationen, die im druckgraphischen Dialog der beiden KünstlerInnen in den letzten Monaten entstanden sind.

Beide beziehen sich in ihren aktuellen Arbeiten auf individuelle Studien und die formalen Konzepte des Multiplizierbaren, der Wiederholung und der Variation, der Möglichkeiten des Seriellen und der Metamorphose. Lebzelter und Weiss konzentrieren sich neben dem Herauslösen alter Zusammenhänge und der Konstruktion von Neuzugängen insbesondere auf die speziellen Eigenschaften diverser Druckverfahren. Anders als in der Zeichnung und in der Malerei, verfügt die druckgrafische Matrix über ein Formengedächtnis, eine spezifische Kapazität zur Speicherung visueller Information. So können Georg Lebzelter und Natalia Weiss einmal getroffene gestalterische Entscheidungen nicht nur vervielfältigen, sondern auch das einmal erstellte Bild neu bearbeiten, es wieder aufnehmen, revidieren und modifizieren.

Natalia Weiss, die sich verschiedenster Medien, von Radierung und Zeichnung bis hin zu Installation und Animationsfilm bedient, lässt in den im Bildraum 01 gezeigten Tuschearbeiten Materialien aus den 1960- und 70er Jahren in Form von Büro- und Grafikmaterial einfließen. In ihnen kombiniert sie Schlüsselsymbole wie Tiere, Schneid- und Messgeräte, Diagramme, Pfeile, Ziffern und ergänzt diese mit einzelnen Wörtern oder halbe Sätzen zeichnerisch zu sehr persönlichen Codes. In der künstlerischen Auseinandersetzung mit individuell-emotionaler Welterfahrung und allgemein-rationaler Welterklärung trifft Natalia Weiss Stellungnahmen zu weltpolitisch Aktuellem ebenso wie Annäherungen zu familiär Privatem.

Georg Lebzelters Erkundungsfeld hingegen ist das System der Bildkomposition. In einem Modulsystem von einzelnen Druckplatten erstellt er in unterschiedlichen Bearbeitungszuständen Anordnungen von Dingen, real oder abstrakt, wobei jede Komponente mit der anderen in Beziehung steht und so wesentlicher Bestandteil seiner Umgebung wird. Der Künstler untersucht die Diskrepanz zwischen dem Ursprünglichem und dem Transformierten. Seine Eingriffe in Bestehendes und neu Zusammengefügtes, erzeugen die für Lebzelters Arbeiten charakteristischen Bildirritationen. 

Dauer der Ausstellung: 1. April - 6. Mai 2016

 

Fotocredits:
G. LEBZELTER & N. WEISS, „Vorliebe für Schraffiertes“, 2016, Radierung & Letraset auf Bütten © Bildrecht, Wien 2016,
NATALIA WEISS, Aus der Serie "Kleines Vokabularium", Nr. 4, Tusche auf Papier, 16,5 x 21 cm, 2015, Detail © Bildrecht, Wien 2016

News

Neuigkeiten und Wissenswertes

Informieren Sie sich hier über unsere kommenden Events, über rechtliche Neuerungen und Kampagnen

Bildraum 01 | 07 | Bodensee

FAQ

FAQ - Urheberrecht & Bildrecht

Fragen und Antworten zu den Themen: Urheberrechtsschutz, Zuständigkeiten und Organisation der Bildrecht, Folgerecht und Leerkassettenvergütung