Hana Usui | Vernissage | 5. August | Salon M

Schwarzer Regen
06. August 2015 bis 29. August 2015

HANA USUI – Schwarzer Regen
Gewidmet den Opfern der Atombombenabwürfe auf Hiroshima & Nagasaki.

Salon M
Myrthengasse 4, A-1070 Wien
Do – Fr 16 – 19 Uhr, Sa 12 – 16 Uhr & nach Vereinbarung.

Eröffnung: 5. August, 19 Uhr

Ausstellungsdauer: 6. August – 29. August 2015

Die Ausstellung von Hana Usui wird am Vorabend des 70. Hiroshima-Gedenktages mit einer Performance von Aiko Kazuko Kurosaki in Kooperation mit Hana Usui eröffnet; Sound von Themsen Rosa
Es sprechen der Kunsthistoriker Peter Bogner und der Kurator Marcello Farabegoli. 

Klare, elegante Linien in Öl schweben über wolkenartigen Tuschlavierungen: Was sich hinter dieser vermeintlichen „Schönheit“ verbirgt, kann das denkbar Hässlichste sein – mit „Schwarzer Regen“ thematisiert die japanische Künstlerin Hana Usui die Folgen der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor 70 Jahren, und weist damit auch auf gewisse Analogien zur heutigen AKW-Katastrophe von Fukushima hin. Vor diesem Hintergrund sprechen die gleichzeitig harten sowie modulierenden Liniengebilde auf dem zarten Papier eine erschreckende Sprache von Verletzbarkeit, Gewalt und Tod. Der immer wiederkehrende Bezug zu Masuji Ibuses Roman „Schwarzer Regen“ verdeutlicht dem Betrachter die Dringlichkeit der Thematik, die in Japan nach wie vor mit Tabus verbunden ist. 

In ihrer Jugend rebellierte Hana Usui gegen fernöstliche Kalligrafie und übersiedelte nach Wien, um ihren eigenen Weg als freie bildende Künstlerin zu gehen. Heute bereichert sie den komplexen zeichnerischen Diskurs der Gegenwart auf unnachahmliche Weise.

Die 1974 in Tokio geborene Hana Usui lebt und arbeitet in Wien. Sie hat an der Waseda-Universität Tokio Kunstgeschichte studiert. Die Kunst der Kalligraphie erlernte sie über zwanzig Jahre bei renommierten japanischen Meistern. 1999 verließ sie den „Weg des Schreibens“ und löste sich gänzlich vom Schriftzeichen. Seitdem widmet sie sich der freien bildenden Kunst. Ihre Arbeiten werden regelmäßig in Europa und Japan ausgestellt und wurden u.a. von den Staatlichen Museen zu Berlin, den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Akademie der bildenden Künste Wien erworben. www.hana-usui.net 

Aiko Kazuko Kurosaki, geboren in Tokio, Japan. Freischaffende Tänzerin, Performerin und Choreografin. Sie versteht ihre künstlerische Arbeit als Brücke zwischen dem asiatischen – dem japanischen Butoh – und dem westlichen zeitgenössischen Ansatz des Tanzes. Neben Performances für Bühnen realisiert sie sitespezifisch Interventionen im öffentlichen Raum, Living Installations und Performancekunst in Galerien, Museen und anderen Räumen, oftmals in Kooperation mit bildenden KünstlerInnen. www.aikaku.net

 

Weitere Hinweise und Veranstaltungen anlässlich des 70jährigen Jahrestages:
ORF-Ö1-Radiokolleg: 03.-06.08.2015, 09:05 Uhr: "70 Jahre Hiroshima - Symbol für die Zerstörung der Menschheit durch sich selbst" von Judith Brandner; am 6.08. wird ein Interview mit Hana Usui gesendet.

Donnerstag, 6. August 2015, 12.00 Uhr - Atomic Bomb Awareness Day – Genbaku No Hi Veranstaltet vom United Nations Office for Disarmament Affairs (UNODA) Vienna, dem NGO Committee on Peace Vienna und dem Verein Genbaku No Hi, in der Rotunda des Vienna International Centre (VIC). 

Am 6. August lädt die Österreichische Friedensbewegung traditionell zu einer Gedenkveranstaltungam Stephansplatz / Wien für die Opfer von Nuklearwaffen ein und fordert im Rahmen dessen die Abschaffung aller Atomwaffen.

 

Fotocredits: HANA USUI, Portrait und Ausstellungsansicht Bidlraum 01, 2015, Foto: Matthias Aschauer, 2015,
HANA USUI, “Schwarzer Regen“, Öl und Tusche auf Papier, verbrannter Rahmen, 2014 © Bildrecht Wien, 2015.

 

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