CLAUDIA LARCHER | ERÖFFNUNG | 31. Mai | Bildraum Bodensee | Galerie Lisi Hämmerle, Bregenz

CLAUDIA LARCHER | faux terrain
31. Mai 2016 bis 30. Juni 2016

 

Bildraum Bodensee | 6900 Bregenz, Seestraße 5, 2. Stock
Di, Do: 13-18 Uhr | Fr, Sa: 11-16 Uhr

Eröffnung:  Dienstag, 31. Mai 2016

Part 1: Galerie Lisi Hämmerle 
19 Uhr | Anton-Schneider-Strasse 4a, 6900 Bregenz
Part 2: Bildraum Bodensee 
20 Uhr | 20.30 Uhr, Performance: Claudia Larcher & Paul Gründorfer 
Seestraße 5, 6900 Bregenz

Begrüßung: 
Lisi Hämmerle, Galerie Lisi Hämmerle
Günter Schönberger, Bildrecht
Zur Ausstellung: 
Lucas Gehrmann, Kunsthalle Wien 

In dem eigens für den Bildraum Bodensee und die Galerie Lisi Hämmerle konzipierten Ausstellungsparcours faux terrain verknüpft Claudia Larcher Videos, Collagen, Fotografien, Objekte und ortsspezifische Installationen zu obskuren Landschaftsperspektiven. 

Präsentation Bildraum Bodensee
Im Bildraum Bodensee zeigt die Vorarlberger Künstlerin ein Panorama ihrer jüngsten Werke. Mittels Abstraktion, Überhöhung und Verfremdung inszeniert Larcher Lebensräume und Naturformationen als utopische Weiten und dystopische Szenarien. Erscheinen ihre Arbeiten in irritierender Detailhaftigkeit zunächst als naturgetreue Abbilder, so sind sie vielmehr komplexe Konstrukte an der Grenze zwischen Realität und Fiktion. In ihrer Videoinstallation In Between the Ocean verbindet Claudia Larcher Innenraumansichten aus Tokyo mit Landschaftsaufnahmen aus den Katastrophengebieten um Fukushima und Tohoku und spiegelt so die Auswirkungen der Energiepolitik auf die natürliche sowie städtische Umwelt wider. In NIDA thematisiert sie die litauische Halbinsel Neringa als Grenzraum zwischen Europa und Russland.

Larcher untersucht mit analytischem Blick verschiedene Merkmale von Naturlandschaften oder Organismen, Menschen allerdings sind in ihren Arbeiten selten, wenn nur anhand ihrer hinterlassenen Spuren, präsent. So mutiert auch in dem Video Self die uns so vertraute menschliche Hautoberfläche sukzessive zu einer surrealen Landschaft. Die langsame Kamerafahrt lässt das Innere und das Äußere des menschlichen Körpers in einer Großaufnahme zerfließen, formt einen fiktiven Raum, ein faux terrain, in dem sich der Betrachter nun selbst hineinprojiziert wiederfindet. Claudia Larcher führt im Bildraum Bodensee durch ein Zugleich von Realität und Imagination an einen Un-Ort, diesseits, jenseits, fremd und vertraut zugleich, an dem wir stets gefordert sind, unsere Beziehung zur Welt, deren Repräsentationen und unsere Wahrnehmung in Frage zu stellen.

Präsentation Galerie Lisi Hämmerle
Die Arbeiten Panorama, Baumeister und Outsourced Domesticity bilden den Anknüpfungspunkt zu einem weiteren Teil des Ausstellungsparcours, der sich in der Galerie Lisi Hämmerle fortsetzt. Larcher setzt sich hier in Papierobjekten und Architekturcollagen mit der Ästhetik, der Form und Bewegung unterschiedlicher Konstruktionen auseinander und kombiniert Relikte von Innen- und Außenansichten, Luftbildern und Bauplänen um daraus neue urbane Utopien zu schaffen. Im Galerieinneren bildet ein 25 Meter langer Vorhang eine begehbare Architekturlandschaft aus Fragmenten von Mies van der Rohe Bauwerken.   Yvonne Rüscher – Auszug aus dem Text zur Ausstellung

Ausstellungsdauer
Bildraum Bodensee: 1. - 30. Juni  | Galerie Lisi Hämmerle: 1. Juni - 9. Juli 2016

Mehr Informationen finden Sie auf der Homepage von Claudia Larcher

 

Fotocredits:
CLAUDIA LARCHER, "RGB", Vidoeinstallation, 2014 | Bildrecht, Wien 2016
CLAUDIA LARCHER, "SELF", Video, 8min, 2015 (Detail, Videostill) | Bildrecht, Wien 2016.

Eine Ausstellung in Kooperation mit Galerie Lisi Hämmerle

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