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Foto: Gudrun Krebitz, Exomoon, 2015 | AUT / UK, 6 min. | Videostill © Bildrecht, Wien 2019
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Foto: Billy Roisz & Dieter Kovacic, The, 2015 | AUT, 13 min. | Videostill Mit Unterstützung von Innovative Film Austria & Wien Kultur © Bildrecht, Wien 2016

Ausstellung

GUDRUN KREBITZ | BILLY ROISZ & DIETER KOVAČIČ

19. Februar 2016

Bildraum 07 | Burggasse 7-9, Wien 7
Öffnungszeiten: Di - Fr: 13 - 18 Uhr

Eröffnung: Freitag, 19. Februar 2016, 19 Uhr

Begrüßung:
Günter Schönberger, Bildrecht
Waltraud Grausgruber, Tricky Women

Zur Ausstellung:
Elsy Lahner, Kuratorin Albertina

TRICKY WOMEN 2016
Das weltweit einzige Festival für Animationsfilmkunst von Frauen versammelt im Bildraum 07 ein Potpourri an Techniken und Themen zeitgenössischer Filmemacherinnen.


GUDRUN KREBITZ | do you ever talk to the moon?

Die in Berlin lebende Gudrun Krebitz zeigt mit ihren Filmen Achill und Exomoon kunstvolle Collagen aus Fotografie, Grafik sowie Stop Motion und gibt anhand ausgestellter Skizzen erstmals Einblick in den Entstehungsprozess ihrer Videos. Die mehrfach ausgezeichnete Arbeit Achill handelt von einer gescheiterten Begegnung von Mann und Frau. Krebitz greift hierfür tief in ihre Trickkiste: sie übermalt Gesichter, bewegt Skizzenblätter, lässt Schrift durch Sequenzen tanzen. Während das Bild der Wirkung von Schärfe und Unschärfe nachspürt entsteht ein Strom kunstvoll miteinander verwobener Anspielungen, die in die Erlebniswelt der Frau vordringen. Auch in ihrem neuen Film Exomoon animiert Gudrun Krebitz Räume der Verinnerlichung und der Intuition. Eine Frau fleht den Mond an, dass etwas Furchtbares passiert und die qualvolle Ereignislosigkeit endlich durchbricht. In dem Moment der Unvorhersehbarkeit entsteht jedoch eine neue Klarheit. Der Film handelt von der reinen Existenz, vom Dabeisein, Im-Jetzt-Sein. Stilistisch erinnernd an die Körpergefühlsbilder von Maria Lassnig, richtet Exomoon den Blick auf den weiblichen Körper als Quelle einer ureigenen Kraft.

Mehr Informationen auf der Homepage von GUDRUN KREBITZ

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Gudrun Krebitz, ACHILL, 2016 (Videostill) | Bildrecht Wien 2019


BILLY ROISZ & DIETER KOVAČIČ | The

Im zweiten Teil der Ausstellung begeben sich Billy Roisz und Dieter Kovačič in die Mechanismen des im Horrorfilm evozierten Grauens. In der Arbeit The experimentieren sie mit Hör- und Sehgewohnheiten und transformieren die Bildwand in eine fragile Membran zwischen Betrachter und Betrachtetem. Auf ihr folgen in nahezu manisch-wüster Abfolge Streifen auf Punkte und Rastermuster, dunkle Oberflächen werden von pulsierenden Lichtquellen durchbrochen, all dies ist unterlegt mit ächzenden Hintergrundgeräuschen und dem Gekrähe von Raben. Die Bilder beginnen gleich einem Körper rhythmisch zu pulsieren, zu atmen und zu schreien. Die Angst hat in The kein wovor, ihr Objekt bleibt eine Leerstelle. Billy Roisz und Dieter Kovačič lassen die Betrachter und das Werk nicht zusammen kommen. Konsequent wird in dreizehn Minuten die Leerstelle als Ort des Wechsels zwischen Abstraktem und Konkretem, zwischen grauer Oberfläche und feuerrotem Abgrund, zwischen klischee-beladenen Kindermelodien und authentischen Sounds des Horrorfilms offen gehalten. The ist ein unter die Haut gehendes Werk über die psychische und haptische Kraft der abstrakten Erfahrung, frei schwebend in jener Dialektik, die in Freuds „Unheimlichem“ steckt.

Mehr Informationen auf der Homepage von BILLY ROISZ & DIETER KOVAČIČ



Ausstellungsdauer:
22. Februar – 19. März 2016

Eine Kooperation der Bildrecht mit TRICKY WOMEN 2016
Mehr Informationen auf der Homepage von Tricky Women