Jeremias Altmann & Andreas Tanzer | Detail aus der Skulpturen Serie Gebilde, 2019 © Bildrecht, 2019

Ausstellung

JEREMIAS ALTMANN & ANDREAS TANZER | grey time – Die erste Öffnung

3. September 2019

Eröffnung
Dienstag, 3. September 2019 um 19:00 Uhr

Begrüßung 
Mirjam Angerer-Geier, Bildrecht

Zur Ausstellung 
Günther Oberhollenzer, Kunsthistoriker | Kurator
im Gespräch mit Jeremias Altmann & Andreas Tanzer

Mit der Serie grey time reflektieren Andreas Tanzer und Jeremias Altmann die Phänomene der Zerstörung und des Verfalls. Wo ihre zeitgenössische Malerei auf Rudimente dystopischer Zukunftsvisionen oder antike Bruchstücke trifft, entfaltet sich eine neue, postapokalyptische Sprache, in welcher artikulierbar ist, was nicht mehr gedacht werden wird. Die im Bildraum 01 gezeigte Ausstellung grey time — Die erste Öffnung schließt an das im Kunsthistorischen Museum präsentierte Diptychon Bruchteile an, das noch bis 20. Oktober in der Antikensammlung zu besichtigen ist. Die dort formulierte Vorstellung findet hier nun die kontextuelle Einbettung. Eine Auflösung davor und danach. Ein kleiner Riss in der hermetischen Schale der grauen Zeit — die erste Öffnung.

Die Bildwelt des Malers und Grafikers Andreas Tanzer bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Vergänglichkeit und dem menschlichen Streben, das Leben zu konservieren.
Der Tod, dessen Überwindung und das vom Leben Gezeichnete sind Ausgangspunkte für Tanzers tiefgehende Arbeiten — etwa in seiner Serie #Vergänglichkeit. Jeremias Altmann widmete sich nach seinem Studium der Grafik und Druckgrafik, unter anderem dem Innenleben technischer Apparaturen im zeitlichen Wandel, hinterfragt in seinen Arbeiten Traditionen klassischer Portraitmalerei und den Umgang mit künstlerischer Produktion. In der Serie YOUNG PROPHECIES ergründet und (re)interpretiert Altmann seine eigenen Kinderzeichnungen.

Als Künstlerduo arbeiten die beiden seit 2013 an der Serie grey time. Das gleichnamige Buch wurde im Rahmen der Eröffnung im Kunsthistorischen Museum präsentiert. Darin finden sich Texte namhafter Autorinnen und Autoren im erweiterten Diskurs rund um die Themenkreise Zerstörung-Verfall-Dystopie sowie Sammeln-Konservieren-Erschaffen. Eine Sonderedition bietet zur Publikation eine Originalradierung der beiden Künstler in limitierter Auflage.

Dauer der Ausstellung: 4. — 29. September
Verlängerte Öffnungszeit:
Donnerstag, 12.09. bis 21 Uhr | VIENNA CITY GALLERY WALK
Geöffnet am Wochenende der viennacontemporary:
Samstag, 28. und Sonntag, 29.09. je 12 — 16 Uhr
CONTEMPORARY TALK mit Angela Stief und Robert Pfaller:
Montag, 9. September 19 — 20 Uhr | Kuppelhalle, Kunsthistorisches Museum

Eine Kooperation der Bildrecht mit dem Kunsthistorischen Museum Wien