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Foto: Eva Vones "Geweih Abwerfen", komb.Tech./ Jute, Karton, 2001 © Bildrecht, Wien 2019
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Foto: Ondrej Kohout, Perspektiver Mensch mit zwei verzweifelten Schatten, Öl auf Leinwand © Bildrecht, Wien 2019

Ausstellung

ONDREJ KOHOUT & EVA VONES paarbilder

14. Dezember 2016

Bildraum 01 | Strauchgasse 2, 1010 Wien
Di-Fr: 13-18 Uhr

Eröffnung: Mittwoch, 14. Dezember 2016, 19 Uhr

Begrüßung:
Günter Schönberger, Bildrecht
Zur Ausstellung:
Peter Bogner, Kiesler Privatstiftung

Das aus Tschechien stammende und in Wien lebende Künstlerpaar Ondrej Kohout und Eva Vones präsentiert im Bildraum 01 eine Gegenüberstellung von Arbeiten aus den letzten Jahren.

Die Malerin Eva Vones thematisiert Ursache und Wirkung in der wechselseitigen Beziehung zwischen dem Menschen und seiner Umwelt. Leblose Natur, der Verlust der Vitalität sowie die Sehnsucht nach Erneuerung und Lebensfähigkeit symbolisieren das Wesen der menschlichen Existenz und bestimmen Vones Arbeiten aus naturnahen Materialien. Zu ihren zentralen technischen Mitteln zählt Asche, die in Kombination mit einem pastosen Farbauftrag die grobkörnige Oberflächensstruktur ihrer gegenständlichen wie abstrakten Motive ergibt. Hierin verbildlicht die Künstlerin den Kreislauf von Werden und Vergehen, den Fluss der Zeit und das Wechselspiel von Licht und Dunkelheit. Die Darstellungen von Eva Vones sind Interpretationen eines starken Verlangens nach Transformation, der Quintessenz allen Lebens. 

Ironische Ernsthaftigkeit – ernsthafte Ironie, wahre Absurdität – absurde Wahrheit: das sind laut Ondrej Kohout die nicht immer direkt erkennbaren Charakteristika seiner Kunst. Der Bühnenbildner und Maler stellt in seinen Werken die Entwicklung einzelner Menschen, etwa vom in sich ruhenden Menschen hin zum aktiven, sich entdeckenden Sportler-Typus dar. In seiner figurativen Malerei finden neben Sportler auch ausdrucksstarke Gesichter und einzelne Körperteile ihren Platz. Das überwiegende Thema in seinen Kompositionen ist die konkrete Wettkampfsituation, bei der Spannung und die Anstrengung des Dargestellten im Mittelpunkt steht. Auffällige Formen und ein kräftiges, kontrastreiches Farbenspiel sowie die Analyse von Bewegung und Gestik zeichnen Kohouts Werke aus. Seine Arbeiten sind rhythmische Geschichten über Macht und Ohnmacht, Dominanz und Unterwerfung, Siegen und Verlieren, Erfolg und Misserfolg. 

Aus den "Gedanken" von Ondrej Kohout:
"Offenes Geheimnis - geheimnisvolle Offenheit. Machtlose Macht - mächtige Machtlosigkeit. Lustige Traurigkeit - traurige Lustigkeit. Ausgesprochenes Schweigen - schweigsame Beredsamkeit...Unsichtbare Kopflosigkeit - kopflose Unsichtbarkeit sind die unsichtbaren Merkmale meines Schaffens."

Ausstellungsdauer: 15. Dezember 2016 – 13. Jänner 2017
Bildraum 01 ist von 27.12.2016 bis 05.01.2017 geschlossen.