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Foto: Sophie Dvořák, O.T., 2017; Gips, Papier, 24x16,5cm (Detail) | © Bildrecht, Wien 2018;

Ausstellung

SOPHIE DVOŘÁK | The unlikely collision of generally uncoordinated vectors

30. Januar 2018

Bildraum 07 | Burggasse 7-9, Wien 7
Öffnungszeiten: Di - Fr: 13 - 18 Uhr

Eröffnung: Dienstag, 30. Jänner 2018, 19 Uhr

Begrüßung:
Günter Schönberger, Bildrecht
Eröffnung:
Nina Schedlmayer, Kunstkritikerin

Das Archiv und die Sammlung sind wiederkehrende Elemente der künstlerischen Arbeit von Sophie Dvořák. Seit ihrem Studium an der Akademie der bildenden Künste arbeitet Dvořák methodisch in unterschiedlichen Medien, auf und mit Papier in Form von Zeichnung und Collage und sucht zuletzt vermehrt dreidimensionale Lösungen. Subjektive Rechercheprozesse und eine Auseinandersetzung mit der Herstellung von System- und Ordnungsprinzipien bilden die Basis ihrer Arbeitsweise.

Dvořáks Werke begegnen den Betrachtenden als abstrakt-fiktive Abbildungen von Welt(en), als Interpretationen von Geschichte und Ereignissen. Im Bildraum 07 thematisiert Sophie Dvořák die Erfassung von Räumen, untersucht zeitliche Vorgänge und die daraus ablesbaren Spuren. Den Ausgangspunkt für die Ausstellung bilden die Eindrücke, die Dvořák während ihrer Residency auf der unbewohnten, ehemaligen Militärinsel Örö im baltischen Meer gesammelt hat. Besonders faszinierten die Künstlerin die auffälligen Gesteinsformationen, die Bunker und betonierten Anlagen, die über die finnische Festungsinsel verstreut sind.

Ihren Betrachtungen zu den formalen Aspekten der Fläche, des Gebauten und des Geometrischen stellt Dvořák organische und natürliche Strukturen gegenüber. Diese Divergenz nachzuempfinden ist Ausgangspunkt ihrer fragilen Gipsarbeiten. Die blassen Flachreliefs und ihre gesammelten Fundstücke, die wiederum zu Analogien zusammengestellt präsentiert werden, zeugen von Dvořáks Überlegungen über die Verzahnung von Zeit in Alterungs- und Veränderungsprozessen.

Im Vordergrund steht für Sophie Dvořák der Versuch, die Komplexität der Welt zu verhandeln, nicht bloß im analytischen und ordnenden Sinne, sondern mit einem künstlerischen, bisweilen verspielten Ansatz. Die Künstlerin will keine Antworten nahelegen, sondern neue Blickwinkel öffnen. So verwandeln sich ihre Objekte in den Augen der BetrachterInnen zu unterschiedlichsten Landschafts,- oder Raumformationen, zu Archipelen, Gebirgsmassiven, oder Landzungen. Ihre Arbeiten öffnen einen poetischen Erzählraum, in dem scheinbar Nebensächliches bedeutend wird.

Mehr Informationen auf der Homepage von Sophie Dvořák

Ausstellungsdauer: 31. Jänner – 1. März 2018