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MARIO KIESENHOFER | Shifting Layers
Foto: Mario Kiesenhofer | Videostill aus Fragments, 2020/21, 4K Videoinstallation (Detail)| © Bildrecht, Wien 2021

MARIO KIESENHOFER | Shifting Layers

The-Artist-Is-Present: Fr. 18.6. | Sa. 26.6. | Do. 1.7. jeweils von 15 – 18 Uhr

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MARIO KIESENHOFER | Shifting Layers
Foto: Mario Kiesenhofer | Videostill aus Fragments, 2020/21, 4K Videoinstallation (Detail)| © Bildrecht, Wien 2021

MARIO KIESENHOFER | Shifting Layers

The-Artist-Is-Present: Fr. 18.6. | Sa. 26.6. | Do. 1.7. jeweils von 15 – 18 Uhr

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MARIO KIESENHOFER | Shifting Layers
Foto: Mario Kiesenhofer | Videostill aus Fragments, 2020/21, 4K Videoinstallation (Detail)| © Bildrecht, Wien 2021

MARIO KIESENHOFER | Shifting Layers

The-Artist-Is-Present: Fr. 18.6. | Sa. 26.6. | Do. 1.7. jeweils von 15 – 18 Uhr

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MARIO KIESENHOFER | Shifting Layers
Foto: Mario Kiesenhofer | Videostill aus Fragments, 2020/21, 4K Videoinstallation (Detail)| © Bildrecht, Wien 2021

MARIO KIESENHOFER | Shifting Layers

The-Artist-Is-Present: Fr. 18.6. | Sa. 26.6. | Do. 1.7. jeweils von 15 – 18 Uhr

MARIO KIESENHOFER | Shifting Layers

Bildraum 01

10. Juni 2021 bis 8. Juli 2021

Von 10. Juni - 8. Juli 2021 ist die Ausstellung "Shifting Layers " von Mario Kiesenhofer im Bildraum 01 unter regulären Öffnungszeiten (Di-Fr: 13-18 Uhr) zu sehen.


The-Artist-Is-Present:
Fr. 18.6. | Sa. 26.6. | Do. 1.7. jeweils von 15 – 18 Uhr 

Private Einzelführungen sind mit dem Künstler & der Bildraum-Leitung ebenfalls nach Vereinbarung unter studio@mariokiesenhofer.com oder bildraum@bildrecht.at möglich.

COVID-19: Auf Grund der aktuellen Zehn-Quadratmeter-Regel dürfen sich nur 4 Besucher*innen gleichzeitig im Bildraum 01 aufhalten. Bei Besuchen bitten wir Sie eine FFP2 Maske zu tragen sowie den Sicherheitsabstand ausnahmslos zu berücksichtigen.



4K Bildqualität vs. Unschärfe, Körper vs. Stein, Architektur vs. Landschaft: Mario Kiesenhofers Ausstellung Shifting Layers im Bildraum 01 kreist um starke Gegensätze. Mittels Fotografie und Video lenkt der Künstler den Blick auf verschiedene Gesteinsformationen und -muster. Aufgenommen auf den griechischen Inseln Milos und Kreta dienen die kargen, menschenleeren Orte der Gay Community als Punkte für intime Begegnung und anonymen Sex. Explizit ist an diesen Bildern jedoch nichts. Leise und akkurat tastet der Künstler mit seiner Kamera Oberflächen aus Stein ab, welche diese Orte als Räume der Intimität konstituieren. Ähnlich den flüchtigen Begegnungen, die hier stattfinden, unterliegt auch das vulkanische Gestein einem permanenten Wandel und ist so gleichermaßen Kulisse wie Metapher.

Eine modernistische Architektur thront über der Ägäis: Die Darstellung einer Bauruine, wie sie in Griechenland häufig anzutreffen ist, verschließt sich in ihrer Wahrnehmung hinter satiniertem Glas. Neonfarbene Distanzleisten fordern grell Aufmerksamkeit ein, wirken aber auch abschirmend und machen klar: Hier ist eine Grenze, hier stößt eine Welt auf eine andere. Die Videoinstallation Fragments verschleiert, im Gegensatz zu den fotografischen Arbeiten, zunächst nichts, gibt dabei paradoxerweise aber dennoch nicht mehr „zu sehen“: Gesteinsbrocken werden in gestochen scharfer Qualität in einem 360 Grad Winkel abgefilmt und gegengeschnitten mit Aufnahmen eines nackten männlichen Körpers. Anorganische und organische Oberflächen verbinden sich zu einer Landschaft. Das filmische Bild wird reflektiert von einem amorphen Spiegel, der am Boden liegt und die abstrahierte Form einer Pfütze zu zitieren scheint. Das gestochen scharfe Bild fließt so vom Screen in den Raum, Grenzen zwischen Realität und Virtualität, 2D und 3D (oder sogar 4D) verschwimmen.

Die Klarheit, die diese neue Werkserie von Mario Kiesenhofer ausstrahlt, kann jedoch nicht über die komplexen und hochaktuellen Diskurse hinwegtäuschen, die Kiesenhofer mit Shifting Layers berührt: Er stellt medientheoretische Fragen nach der Beschaffenheit des Abbilds am Beginn des 21. Jahrhunderts, verwischt analoge und digitale Wahrnehmungs-Ebenen, verzahnt Privates mit Öffentlichem. Shifting Layers eröffnet einen, wie Homi Bhaba es definiert hat, „hybriden Raum“, einen „dritten Ort“, der zum Refugium und Safe Space wird.

Text: Lisa Ortner-Kreil

Ausstellungsdauer: 10. Juni - 8. Juli 2021

Mehr Informationen finden Sie auf der Website von Mario Kiesenhofer.


Mit freundlicher Unterstützung von Bildrecht und Schober Glas

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