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SIMON LEHNER | The mind is a voice, the voice is blind
Foto: "The mind is a voice", filmstill, 3D animation video, 2020 | Bildrecht Wien, 2020

SIMON LEHNER | The mind is a voice, the voice is blind

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SIMON LEHNER | The mind is a voice, the voice is blind
Foto: Eva Kelety © Bildrecht 2020

SIMON LEHNER | The mind is a voice, the voice is blind

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SIMON LEHNER | The mind is a voice, the voice is blind
Foto: Eva Kelety © Bildrecht 2020

SIMON LEHNER | The mind is a voice, the voice is blind

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SIMON LEHNER | The mind is a voice, the voice is blind
Foto: Eva Kelety © Bildrecht 2020

SIMON LEHNER | The mind is a voice, the voice is blind

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SIMON LEHNER | The mind is a voice, the voice is blind
Foto: Simon Lehner, "The mind is a voice", filmstill, archive material selfportrait, 2005 - 2020, 3D animation video, loop, 2020 | Bildrecht Wien, 2020

SIMON LEHNER | The mind is a voice, the voice is blind

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SIMON LEHNER | The mind is a voice, the voice is blind
Foto: Simon Lehner, "Marker study II", 2020 | Bildrecht Wien, 2020

SIMON LEHNER | The mind is a voice, the voice is blind

SIMON LEHNER | The mind is a voice, the voice is blind

Bildraum 01

1. September 2020 bis 17. September 2020

Erinnerungen und wie diese im Bewusstsein wirksam werden, sich verändern und manifestieren, das reflektiert Simon Lehners Ausstellung im Bildraum 01.

„Simon Lehners Archiv an visuellen Aufzeichnungen, auf das er für seine künstlerischen Werkserien immer wieder zurückgreift, ist außergewöhnlich: es beginnt mit Fotografien seines elterlichen Umfelds, die er als erst Acht- bis Neunjähriger mit einem offenkundigen Spürsinn für das Flüchtige, für die Veränderung von Situationen und Begegnungen gemacht hat. Sein Vater etwa erscheint hier einmal als verschwommene Ganzfigur am dunstigen Meeresstrand, ein andermal gestochen scharf in kopfloser Nahansicht – jeweils gebrochen also gegenüber der realen Erscheinung. Bereits diese Bilder vermitteln Zustände zwischen erinnerter und situativ wahrgenommener Wirklichkeit – alternieren zwischen emotionaler Distanz und unmittelbarer Präsenz. In seinen seit 2015 entwickelten Werkserien verstärkt Simon Lehner diese Dualität von greifbarer Realität und erinnerter Vorstellungskraft mittels digitaler Bearbeitung seiner linsenbasierten Archivalien und deren Transformation in dreidimensionale Objekte oder bewegte Bilder. In der 2019 begonnenen Werkgruppe The mind is a voice, the voice is blind lässt er einen durch vier (animierte) Akteure repräsentierten Jungen auftreten, der ein durch familiäre Ereignisse ausgelöstes Trauma erlebt – charakteristischerweise in der Form wiederkehrenden Flashbacks, also einem Wiedererleben der traumatischen Situation in Form von Bildern, Gefühlen und Körpererinnerungen, oder als Derealisations- und Depersonalisationserleben.
Während Lehners Arbeit auf einer medientheoretischen Ebene verschiedene Möglichkeiten fotografischer Prozesse auslotet, geht es hier zugleich um den Versuch, die Erinnerung an ein Trauma greifbar zu machen und eine visuelle Sprache zu finden, die darauf abzielt, gelebte Erfahrungen im Spannungsfeld von Bewusstheit und Unterbewusstsein zu (re)konstruieren.“ Text: Lucas Gehrmann, Kunsthalle Wien


Zeitgleich zu seiner Ausstellung im Bildraum 01 und noch bis 25.10.20 zu sehen, zeigt Simon Lehner im Westlicht im 7. Bezirk die Ausstellung Men don’t play / Men do play .



Mehr Informationen finden Sie auf der website von Simon Lehner

Ausstellungsdauer: 2. - 17. September 2020


COVID-19: Bei Besuchen bitten wir Sie eine Maske zu tragen sowie einen Sicherheitsabstand zu anderen Personen ausnahmslos zu berücksichtigen.