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Adrian Hazi
Foto: Adrian Hazi, Hören und Sagen, Acryl, Sprühlack und Collage auf Leinwand, 2020 (Detail) | © Bildrecht, Wien 2020

Adrian Hazi

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Adrian Hazi
Foto: Adrian Hazi, Portrait | © Foto: Fritz Kargl Enzo | © Bildrecht, Wien 2020

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Adrian Hazi
Foto: Adrian Hazi, Albtraum 2, Keramik, 2020 | © Bildrecht, Wien 2020

Adrian Hazi

sneak a peek

ADRIAN HAZI

Bildraum 07

1. Dezember 2020 bis 10. Dezember 2020

Bildraum 07 hat bis einschließlich 6. Dezember geschlossen. Von 1. - 10. Dezember 2020 sind unter dem Format "sneak a peek" ausgewählte Arbeiten von Adrian Hazi zu sehen. Private Einzelführungen sind mit dem Künstler oder der Bildraum-Leitung ab 7. Dezember nach Vereinbarung unter: bildraum@bildrecht.at möglich.


1998 in Wien geboren, ist Adrian Hazi der bisher jüngste, gezeigte Künstler im Bildraum. Mit Anleihen an der Bildsprache eines August Walla referenziert Hazi in seinen Malereien, Zeichnungen und in einer aktuellen Keramikserie auf Machtgefälle und zwischenmenschliche Auseinandersetzungen.

Für seine Solopräsentation im Bildraum 07 entwarf der seit Oktober 2020 an der Universität für angewandte Kunst in Wien, Klasse Druckgrafik, studierende Adrian Hazi eigens für den Ausstellungsraum konzipierte, großformatige Arbeiten auf Leinwand und Papier. Konzeptuellen Leitfaden bildet Hazis ironische Auseinandersetzung mit seinem eigenen Geburtshoroskop und dessen Prognosen für 2021. Für die Darstellung der typischen Themenkreise wie Liebe, Gesundheit und Finanzen öffnet der Jungkünstler die Büchse der Pandora und arbeitet mit expressivem Duktus, pastosem Farbauftrag und reichlich Symbolik. Deutungsmächtige Visionen, etwa ein doppelköpfiger Janus, der händeringend seine Schützlinge - die Zukunft und die Vergangenheit - im Schwebezustand zusammenhält, oder zwei Liebende in Gedankensymbiose, begegnen uns ebenso, wie Hazis primatenähnliche Urmutter, die gerade zu einem lauten Schrei ansetzt.

Welchen schicksalshaften Lauf Hazis kommendes Jahr nehmen soll, geben uns seine Allegorien nicht preis. Gleich eines Zeremonienmeisters leitet der Künstler vielmehr mystische Fruchtbarkeits,- Initiations,- oder Sterberituale an. Immer geht es um die Anzeige des Status Quo und den Ausblick auf tiefgreifenden Wandel und Veränderung. So ringen, schreien und mitunter morden seine Figuren, mäandern ihre exzessiv betonten Extremitäten über den segmentierten Hintergrund. Im Chaos ihres hermetisch abgeriegelten Bildkosmos speien Adrian Hazis Schlüsselfiguren Galle, Lebenselixier und Totentrunk.

Dennoch aber suchen sie zugleich unentwegt nach Halt, rammen ihre Beine starr in den Boden und verkeilen die Hände entlang der Bildbegrenzungen. Stabil aber nicht frei, werfen sie reichlich Fragen auf. Die Suche nach dem Selbst und der eigenen Selbstwirksamkeit, die - wie die Figuren in ihrer Summe verdeutlichen - auch immer mit einem inner-psychischen Konflikt einhergeht und nach einer Entscheidung und Aktion verlangt, eruptiert als Leitthema aus der Bildfläche. Als RepizientInnen sind wir aufgefordert mit Neugier in diese (Alp-)Traumwelten zwischen Lustprinzip und Todestrieb einzutauchen und dorthin zu gelangen, wo Adrian Hazis Sonnen und Sternenschauer den Weg erhellen.

Ausstellungsdauer: 1. - 10. Dezember 2020

Mehr Informationen finde Sie auf der Webpage von Adrian Hazi

COVID-19: Bei vorangemeldeten Einzelbesuchen ab 7. Dezember bitten wir Sie eine Maske zu tragen sowie den Sicherheitsabstand ausnahmslos zu berücksichtigen.


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Adrian Hazi, Portrait | © Foto: Fritz Kargl Enzo | © Bildrecht, Wien 2020

Adrian Hazi
*1998, lebt und arbeitet in Wien.

Ausbildung:
seit 2020: Universität für angewandte Kunst, Wien, Grafik und Druckgrafik bei Jan Svenungsson
2017 – 2018: MeisterInnenklasse Graphische BLVA, 2014 – 2017 Grafik- und Kommunikationsdesign Graphische BLVA

Gruppenausstellungen:
2020: über glashäuser und steine, Villa Lala; Baulücke Gruppe Bussi, Angewandte Festival; schön blöd, Cafe Comet, Wien
2019: herz blut hazek, Spitzer im Odeon; Hazek Werkschau, Oxymoron Gallery; Kunstwunderkammer, Die Schöne, Wien
2018: Mastersclass Diploma Präsentation, Albertina Wien; mastersclass painting exhibition, Reaktor; Fake Vorurteil Fakt, designforum MQ, Wien.