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Frederik Marroquín
Foto: Frederik Marroquín, Firmament, 2022 (Detail) | © Bildrecht, Wien 2022

Frederik Marroquín

Performance: Samstag, 24. September, 18 Uhr

FREDERIK MARROQUÍN

Bildraum Studio

7. Juni 2022 bis 5. Dezember 2022

Herbstfest der Brotfabrik:
Samstag, 24. September 2022
Bildraum
Studio Open Doors: 14 Uhr
Performance und Installation: 18 Uhr
"In a perfect world you would be my alphabet"
Dorian Bonelli und Frederik Marroquín

Eine Improvisation in objektifizierter Landschaft. Auf der Suche nach dem Anfang der nächst nötigen Transformation kooperieren zwei transitionierte Körper mit wirkmächtigen Objekten. Während Skulpturen Menschen durch den Raum navigieren markieren diese ihn mit sprachlichen Fragmenten. Inmitten dieser Begegnungen stellen wir die Frage nach kollektivem Körper-Wissen in der Krise.


Bis Dezember 2022 vergibt die Bildrecht das großflächige Bildraum Studio in der Brotfabrik Wien an Frederik Marroquín.

Der Künstler arbeitet mit choreografierenden Skulpturen, die zugleich Performances und Installationen sind. Er untersucht inwiefern gebaute und soziale Räume Bewegungen bedingen und formen. Der Übergang zwischen Alltag und künstlerischer Auseinandersetzung ist dabei fließend. Die Limitationen und Widerstände des eigenes Körpers nutzt Marroquín als Material gleichwertig neben Objekt und Zeichnung.

"Sowohl die performativen als auch die malerischen Arbeiten thematisieren „Erschöpfungsmomente“, aber in ihnen manifestieren sich auch ein Fokussieren und der Wille, etwas auf den Kopf zu stellen. Die intensive Auseinandersetzung, die persönliche Begegnung mit etwas Ungewohntem, einem unbekannten Konzept, einer neuen Idee — das ist die utopische Kraft der Kunst, die damit auch Werkzeug für Veränderung sein kann. Eine Gesellschaft, die jede Wissensform zu ihrer Fortentwicklung zu nutzen weiß, könnte viele Menschheitsprobleme sehr viel schneller lösen. Queeres Körperverständnis ist eine dieser Wissensformen, die nicht nur einer Minderheit zu mehr Lebensqualität verhelfen könnte. Kunst, wenn sie nicht systematisch aus der Geschichtsschreibung ausgeschlossen wird, ist ein Generator unterschiedlicher Erlebniswelten, Realitätswahrnehmungen und Körperwahrheiten. Eine gerechtere Welt bedeutet einen respektvollen Umgang mit parallel existierenden Wahrheiten. Frederik Marroquín öffnet durch ihre Kunst einen Zugang zu wichtigen Wissensdatenbanken." - Textauszug, Victoria Dejaco