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Foto: Hans Staudacher, Ohne Titel, 2018, Öl/Leinwand, 50x100 cm © Courtesy Galerie Ernst Hilger

Hans Staudacher | 1923 - 2021

Die Bildrecht bedauert den Tod von Hans Staudacher, der in der Nacht auf 17. Jänner in Wien verstorben ist. Der Autodidakt und Doyen der österreichischen Nachkriegsmalerei wurde am 14. Jänner 1923 im Kärntner St. Urban am Ossichaersee geboren und begann früh zu zeichnen und zu malen. Zunächst war er beeinflusst von Künstlern aus dem "Nötscher Kreis", 1948 wurde er erstmals international ausgestellt.

1950 ging er nach Wien, schloss sich den Secessionisten an und wurde in den folgenden Jahren in seinem malerischen Arbeiten durch Reisen nach Paris und den Kontakt mit dort wirkenden Vertretern der informellen Kunst wesentlich beeinflusst. So wurde er zu zu einem der prägendsten österreichischen Vertreter des Dadaismus und des Informel. 1956 vertrat Staudacher Österreich auf der 28. Biennale in Venedig.

Der internationale Durchbruch gelang dem Künstler 1965 mit der großen Ausstellung in Paris und der Biennale in Venedig sowie dem Hauptpreis der Biennale in Tokio. "Ich bin immer unkritisch gewesen, sonst wäre ich nicht zum Malen gekommen", sagte er über sich selbst und seine Arbeitsweise. Bekannt ist Staudacher auch für seine Happenings, bei denen er in seinem Atelier mit verschiedenen Materialien wie Holz oder Lumpen experimentierte.

Die Anerkennung des international vielbeachteten Hans Staudacher, der stets ein umgänglich-freundlicher Unangepasster war, kam in Österreich relativ spät zum Ausdruck: Zum 75. Geburtstag widmete ihm das Kunsthistorische Museum im Palais Harrach eine große Ausstellung. Es folgte die Ehrenmitgliedschaft der Wiener Secession, 2004 erhielt er das Goldene Ehrenzeichen der Stadt Wien.


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